Zukunft &
Projekte

Zukunftsorientierte Stadtentwicklung
für ein lebenswertes Freilassing

„Aufbruch Innenstadt“: Neugestaltung
Hauptstraße/Fußgängerzone

Die Fußgängerzone ist das Herzstück der Innenstadt. Sie soll auch in Zukunft ein Ort sein, an dem sich Einheimische, Besucher, Familien, Senioren, junge und ältere Menschen – einfach alle – gerne aufhalten. Ein Ort wo sie sich treffen, in Geschäften oder auf dem Markt einkaufen, in die Gastronomie einkehren und Veranstaltungen besuchen können.

Veränderte Anforderungen ans Stadtklima

Die Fußgängerzone (Hauptstraße) ist in die Jahre gekommen, gleichzeitig haben sich Anforderungen verändert. Stadtklima und Hitzeschutz, Entsiegelung und Regenwasserbewirtschaftung spielen heute eine große Rolle. Leitungen und Kanal müssen saniert, der Oberflächenbelag erneuert und barrierefrei gestaltet werden. Es liegt nahe, die Fußgängerzone komplett zu modernisieren.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 29. September 2026 einstimmig die Entwurfsplanung und die Kostenberechnung befürwortet. Die Regierung von Oberbayern signalisierte, dass die Stadt Freilassing bei der Maßnahme mit einer besonders hohen Förderung von bis zu 80 Prozent rechnen kann.

Planung wurde verfeinert

Im April 2026 fand ein Austausch mit Anliegern, Immobilienbesitzern, Händlern, Gastronomen und weiteren Betroffenen (weitere Infos hier) statt. Der Planer nahm aus dieser Veranstaltung eine Reihe von Rückmeldungen mit und verfeinerte die Vorentwurfsplanung.

Die berechneten Kosten

Die Kostenberechnung liegt laut aktuellem Stand (Sitzung 29.09.2026) bei insgesamt rund 6,36 Millionen Euro. Der Eigenanteil der Stadt beliefe sich auf rund 1,55 Millionen Euro.

Zeitplan:

Ende 2026 sollen die Förderunterlagen eingereicht werden. Die Stadt rechnet derzeit Ende 2027 mit Beginn der Arbeiten.

Hier stellen wir Ihnen die einzelnen Punkte der Planung vor:

Bild: r+b landschaft s architektur

Unter der Erde verbergen sich wichtige Einrichtungen. Die Stadt ist verantwortlich dafür, dass die Einwohner rund um die Uhr mit sauberem Wasser versorgt werden und dass Ab- und Regenwasser ordentlich abläuft.

  • Die Trinkwasserleitung und Hausanschlüsse werden erneuert.
  • Die Hausanschlüsse des Kanals werden saniert und ein Korridor für eine künftige Fernwärmeleitung offengehalten.
  • Neue, versenkbare Unterflurverteiler versorgen künftig Märkte und Veranstaltungen mit Strom, Wasser, Telekommunikation und so weiter.
  • Über Rigolen kann Regenwasser vor Ort versickern. Das kühlt die Luft in der warmen Jahreszeit (siehe auch Stadtklima) und entlastet den Kanal.
Bild: r+b landschaft s architektur
Bild: r+b landschaft s architektur

Fuß- und Radverkehr steht in der Fußgängerzone im Mittelpunkt, doch gibt es auch Anwohner- und Anlieferverkehr. Um die Sicherheit und den Komfort für alle zu gewährleisten, wird die Mobilität geordnet. Nach derzeitigem Stand der Planung bleibt die Erschließung der Fußgängerzone unverändert.

  • Zentrale Laufzone. Klare Trennung zwischen Gehweg und temporär genutzter Fahrgasse für Anlieger, Lieferanten und Rettungsdienste.
  • Alle Grundstückszufahrten sind weiterhin zugänglich.
  • Fuß- und Radverkehr haben Vorrang.
  • Barrierefreie Erschließung der Fußgängerzone.
  • Parkplätze, Abstellplätze für Fahrräder, davon ein Teil für E-Bikes, E-Scooter und Lastenräder.
  • Klar gegliederte Flanier- und Grünzonen.
  • Platz für Räume und Aufweitungen.
Bild: r+b landschaft s architektur

Das Regenwassermanagement und die Bepflanzung sind die Voraussetzung für die Fördermittel und die Finanzierung des Projekts (= Blau-Grüne Maßnahmen, Blau steht für Wasser, Grün für Bäume und Pflanzen). Die Planung sieht einen drei Meter breiten „Blau-Grün-Korridor“ mit bepflanzten Sickermulden und Rückhaltebereiche (Retention) mit durchlässigen Belägen vor.

  • Anpassung ans Klima: hitzeresilientes und zukunftsfähiges Stadtgebiet.
  • Sommerliche Hitze soll reduziert werden durch die natürliche Kühlwirkung von Bäumen und Bepflanzung sowie durch das Verdunsten von Wasser.
  • Es wird Wasserspiele geben.
  • Entsiegelung, dafür mehr Grünflächen, bepflanzte Versickerungsmulden und offenporige Beläge. Regenwasser kann ablaufen und erzeugt Verdunstungskühle. Besonders wichtig bei Starkregen.
  • Bäume spenden Schatten.
  • Gesunde Bäume werden erhalten und neue klimaresiliente Bäume gepflanzt.
  • Die Friedenseiche wird erhalten.
  • Die Grünflächen laden in angenehmer Atmosphäre zum Verweilen ein.
Bild: r+b landschaft s architektur

Die Fußgängerzone soll ein einladender, öffentlicher Raum sein.

  • Klare Gliederung der Fußgängerzone.
  • Breite Wege, barrierefreie Zugänge.
  • Sitzmöglichkeiten aus Naturstein und Holz.
  • Einheitliche Möblierung (Leuchten, Fahrradbügel, Abfalleimer, Trinkbrunnen usw.)
  • Brunnen und Wasserspiele als belebende Elemente.
  • Platz für Außengastronomie.

Die Sanierung der Fußgängerzone ist nicht nur eine „Verschönerung“, sondern eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit der Innenstadt.

  • Erneuerung der Trinkwasserleitungen als erste Maßnahme. Je nach Beschluss des Stadtrats frühestens ab Herbst 2027.
  • Danach möglicher Zeitplan nach aktueller, grober Planung (Stand Mai 2026): voraussichtlich vier Bauphasen mit je zwei Unterabschnitten von Februar 2028 bis Ende 2029.
  • Die Erreichbarkeit für Anlieger, Kunden und Lieferverkehr ist sichergestellt.
  • Zugänge zu Geschäften, Gastronomie und Dienstleistern bleiben offen.
  • Ziel: So wenig Einschränkungen wie möglich.
  • Bauzeit geht vorüber, der Nutzen bleibt Jahrzehnte.

Stadt Freilassing
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