In Freilassing engagieren sich vier Frauen und drei Männer bei der Sicherheitswacht und setzen sich damit ehrenamtlich für ein sicheres und friedliches Zusammenleben in der Stadt ein. Sie stärken mit ihren Streifengängen entlang von Straßen, auf Wegen und Plätzen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und ergänzen die Arbeit der Polizei. Die Stadt Freilassing lud in guter Tradition zu einem Dankesessen ein, bei dem die Polizeiinspektion Freilassing den Jahresbericht 2025 der Sicherheitswacht vorlegte und Erfahrungen ausgetauscht wurden.
Zweite Bürgermeisterin Bettina Oestreich-Grau bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute und reibungslose Zusammenarbeit und lobte die Arbeit des geschulten Personals der Sicherheitswacht. Sie verfügten über ein hohes Maß an Zivilcourage und Empathie. Wichtig sei, dass die Bürgerinnen und Bürger sich vertrauensvoll an die Streifen wenden können.
Pro Monat im Durchschnitt acht Streifen der Sicherheitswacht unterwegs
Die sieben Frauen und Männer der Sicherheitswacht leisteten im vergangenen Jahr 723 Stunden. Zwei Sicherheitswachtangehörige bilden ein Streifenteam, pro Monat waren im Schnitt 8,3 Streifen unterwegs. Wichtig ist ihnen, auf Augenhöhe mit den Menschen zu sprechen, sie aufzuklären und an ihre Vernunft zu appellieren. Und sie sind Ansprechpartner für die Bürger. Für weitergehende Maßnahmen, sofern sie notwendig sein sollten, ist dann die Polizei zuständig.
In Bezug auf die Verkehrssicherheit waren von Streifen der Sicherheitswacht im vergangenen Jahr über 50 Fahrradfahrer angesprochen worden, die Verkehrsvorschriften nicht einhielten. Meistens waren es Telefonate mit dem Handy während des Fahrens, aber auch Fahren auf dem Gehweg oder entgegen der Fahrtrichtung.
Unerlaubtes Fahren und Parken in der Fußgängerzone angesprochen
Zweiter Schwerpunkt war unerlaubtes Fahren oder Parken von Kraftfahrzeugen in der Fußgängerzone. Uneinsichtige Fahrer mussten vereinzelt später von der Polizei verwarnt werden oder erhielten sogar eine Bußgeldstrafe. Auch bei E-Scooter-Fahrern beobachtete die Sicherheitswacht Verstöße und sprach sie an, am häufigsten, wenn zwei Personen auf dem E-Scooter fuhren.
Ein weiteres wichtiges Tätigkeitsfeld der Sicherheitswacht sind Gespräche mit Jugendlichen und sie zeigen spürbar Wirkung. Ein Beispiel dafür sind die feierlichen Zusammenkünfte nach Abschlussprüfungen. Hier kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.
Manchmal muss die Polizei tätig werden
Was den Bereich Öffentliche Ordnung betrifft, hat die Sicherheitswacht ein Auge darauf, dass das Alkoholkonsumverbot auf dem Rathausplatz eingehalten wird. Die Streife sprach Menschen in zehn Fällen an, zwei Mal musste die Polizei eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit fertigen, die in einem Fall mit einem empfindlichen Bußgeld endete.
In mehreren Fällen stellte die Sicherheitswacht illegale Müllablagerungen fest, die aber meistens rasch vor Ort geklärt werden konnten, der Rest wurde an die Stadt Freilassing gemeldet. 2025 waren bei den Streifengängen auch mehrere Gespräche mit Obdachlosen im Bereich der Reichenhaller-/Rupertusstraße geführt und versucht worden, sie dazu zu bewegen, Hilfsangebote zu nutzen. Ebenso achtet die Sicherheitswacht auf das Einhalten des Bettelverbots in der Fußgängerzone. In der Vorweihnachtszeit betreute die Freilassinger Sicherheitswacht die Christkindlmärkte in der Fußgängerzone und in der Lokwelt.
Noch fünf Stellen bei der Sicherheitswacht Freilassing frei
Die Streifen der Sicherheitswacht waren 2025 von der Polizei mehrmals in Suchen nach abgängigen oder vermissten Personen eingebunden worden. Die Streifen unterstützten die Polizei zu Fuß im Stadtgebiet. Der Betriebsausflug führte zur Wasserschutzpolizei an den Chiemsee.
Der vom Innenministerium zugelassene Personalstand für die Sicherheitswacht Freilassing liegt bei zwölf Personen. Interessenten können sich bei der Polizeiinspektion Freilassing informieren, Bewerbungen sind jederzeit willkommen. Nähere Informationen gibt es hier.

