Die Zukunft der Fußgängerzone (Hauptstraße) bewegt die Freilassingerinnen und Freilassinger. Groß war das Interesse an einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Stadt im Rathaussaal zur geplanten Sanierung. Ziel ist ein Ort voll Leben im Herzen der Innenstadt, wo sich Menschen gerne aufhalten und der baulich ertüchtigt ist. Die Regierung von Oberbayern signalisierte bereits, dass die Stadt wegen der geplanten Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und der Ökologie mit einer besonders hohen Förderung rechnen kann.
Kühlendes Wasser, Schatten unter Bäumen und Spielgeräte für Kinder
Schatten unter Bäumen, kühlendes Wasser, bewegen ohne Barrieren, Sitzmöglichkeiten aus Holz, Spielgeräte für Kinder, klar gegliederte Zonen – es gibt mehrere maßgebliche Drehschrauben, um die Fußgängerzone aus der Vergangenheit zu holen und nachhaltig für die Zukunft aufzustellen. Anlass ist, dass der Boden sowieso aufgegraben werden muss, um Kanalanschlüsse und Wasserleitungen zu erneuern.
Im Dezember vergangenen Jahres bekannte sich der Stadtrat zu dieser Maßnahme und beschloss im ersten Schritt die Vorentwurfsplanung. Daraufhin begann das beauftragte Büro, die Planung zu vertiefen.
Informationen aus erster Hand
Bei einer Anliegerversammlung im Rathaussaal im April hatten Immobilienbesitzer, Geschäfts- und Lokalinhaber und Anwohner die Möglichkeit, sich bei der Stadt aus erster Hand über die Pläne zu informieren und auf eigene Bedürfnisse hinzuweisen. Anregungen sind in die Planung eingeflossen, die derzeit weiter verfeinert wird.
Ende Juli fand im Rathaussaal für die Öffentlichkeit eine Informationsveranstaltung über die Sanierungspläne statt. Bürgermeister Markus Hiebl, Mitarbeiter der Stadtplanung und des Tiefbauamtes sowie Inhaber Jens Rossa vom beauftragten Büro r+b Landschaftsarchitektur in Dresden stellten den aktuellen Stand der Planungen vor. Außerdem wurden Muster zum Beispiel von Bänken, Baumarten und Pflastersteinen öffentlich vorgestellt.
Wasserleitungsbau kommt vor der Sanierung
Andreas Stephl, Leiter des Sachgebiets Tiefbau im Rathaus, ging auf den möglichen Zeitplan für die Sanierung der Fußgängerzone ein. Vorbehaltlich der Zustimmung des Stadtrats könnte im Frühjahr 2027 mit dem Wasserleitungsbau begonnen werden. Vorgesehen ist eine Wanderbaustelle, die sich nur wenige Tage vor jedem Haus aufhält. Die Oberfläche wird danach provisorisch asphaltiert. Den Anliegern entstehen keine Kosten.
In den Jahren 2028/29 könnten dann je nach Witterung jeweils von Februar bis Dezember die Sanierungsarbeiten an der Fußgängerzone stattfinden. In einer Saison wäre voraussichtlich der westliche und in der nächsten Saison der östliche Bereich der Fußgängerzone in Arbeit.
Halbseitige Baustelle vorgesehen
Die Sanierung wird in mehrere Abschnitte unterteilt und findet jeweils halbseitig statt. Bis auf wenige zeitliche Einschränkungen bleiben die Geschäfte erreichbar.
Während der Freiluftsaison bekommen die Gastronomen im Bereich des jeweiligen Bauabschnitts entweder auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder in einer angrenzenden Nebenstraße die Möglichkeit, ihre Tische unter freiem Himmel aufzustellen. Die Stadt hält eng Rücksprache mit den Betriebsinhabern, das Tiefbauamt steht bei Fragen zur Verfügung.
Märkte könnten trotzdem stattfinden
Die Bauabschnitte sollen so gelegt werden, dass auf die umsatzstarken Geschäftsmonate Rücksicht genommen wird. Die Märkte sollen trotz Sanierung der Fußgängerzone stattfinden.
Bei der Informationsveranstaltung kam es zu einem regen Austausch mit den Besuchern mit konstruktiven Beiträgen und durchaus auch kritischen Anmerkungen.
Weitere Informationen zur Entwurfsplanung gibt es hier.

