Wie konnte aus der Weimarer Republik eine nationalsozialistische Diktatur entstehen? Welche Rolle spielte Reichspräsident Paul von Hindenburg dabei? Und wie ist sein politisches Handeln heute, in einer pluralistischen und rechtsstaatlichen Demokratie, zu bewerten? Der Dokumentarfilm „Wie konnte es dazu kommen? Hindenburg, Hitler und die nationalsozialistische Diktatur“ geht diesen Fragen nach und beleuchtet Hindenburgs Wirken von 1914 bis zu seinem Tod 1934.
Kooperation von vhs und Lokwelt – Eintritt frei
Am Samstag, 10. Oktober 2026, ist die von Norbert Egger produzierte Dokumentation in der Lokwelt Freilassing zu sehen. Einlass ist um 18 Uhr, Filmbeginn um 18.30 Uhr. Veranstaltet wird der Filmabend von der vhs Rupertiwinkel in Kooperation mit der Lokwelt Freilassing. Der Eintritt ist frei.
Der zwischen 2024 und Mai 2026 entstandene Film zeichnet Hindenburgs politisches Handeln anhand von Originalquellen wie Briefen, Dokumenten, Biografien und Gesetzestexten sowie historischen Filmaufnahmen aus dem Bundesarchiv und weiteren Archiven nach. Im Mittelpunkt stehen seine politischen Positionen, Entscheidungen und Handlungen – insbesondere im Zeitraum von 1914 bis 1934.
Ist der Name „von-Hindenburg-Allee“ noch angemessen?
Eingeordnet und erläutert werden die historischen Zusammenhänge durch ausführliche Interviews mit den Historikern Prof. Dr. Wolfram Pyta, Autor des Standardwerks „Hindenburg: Herrschaft zwischen Hohenzollern und Hitler“, Dr. Wolfgang Niess, Autor von „Schicksalsjahr 1925: Als Hindenburg Präsident wurde“, sowie Dr. Mathias Irlinger, Bildungsreferent der Dokumentation Obersalzberg.
Zum Abschluss richtet der Film den Blick auf die Gegenwart: Am Beispiel der Von-Hindenburg-Allee in Berchtesgaden wird die Frage aufgegriffen, wie Hindenburg heute historisch einzuordnen ist und ob die Ehrung seiner Person im öffentlichen Raum einer pluralistischen und rechtsstaatlichen Demokratie noch angemessen ist.
Filmverleih für politische Bildung
Im Anschluss an die Filmvorführung besteht Gelegenheit, die im Film aufgeworfenen Fragen im Rahmen einer Podiumsdiskussion zu diskutieren und zu vertiefen.
Der Film wird für die politische Bildung kostenlos zur Verfügung gestellt.

