Einstimmig und ohne Diskussionen stellte der Freilassinger Stadtrat in seiner Sitzung im Februar die Jahresabschlüsse der Stadtwerke für die Jahr 2022 bis 2024 fest und entlastete für den gleichen Zeitraum die Werkleitung und Bürgermeister Markus Hiebl in seiner Funktion als Werkausschussvorsitzenden. In der gleichen Sitzung beschloss das Gremium ebenso einstimmig den Wirtschaftsplan für das Jahr 2026. Gewinne werden mit dem Eigenkapital der Stadtwerke verrechnet.
Ordnungsgemäße Buchführung
Gemäß Beschluss des Werkausschusses im September 2025 beauftragten die Stadtwerke den Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Winfried Schwarzmann mit der Prüfung der Jahresabschlüsse. Schwarzmann stellte in der Stadtratssitzung im Februar 2026 seinen Prüfbericht vor. Demzufolge war er zu dem Ergebnis gekommen, dass die Jahresabschlüsse den Vorschriften entsprechen, die Buchführung entsprächen der tatsächlichen Vermögens- und Finanzlage sowie der Ertragslage. Die Lageberichte seien zutreffend und stünden im Einklang mit den Jahresabschlüssen. Prof. Dr. Schwarzmann erklärte dementsprechend die Ordnungsmäßigkeit der von ihm geprüften Unterlagen.
Energiekrise 2023 wirkt sich auf das Ergebnis aus
Im Jahr 2022 hatten die Stadtwerke bei einer Bilanzsumme von rund 5,97 Millionen Euro einen Gewinn von rund 97.550 Euro erwirtschaftet. Im Jahr 2023 war es aufgrund von Investitionen bei einer Bilanzsumme von rund 7,6 Millionen Euro zu einem Minus von knapp 108.000 Euro gekommen. Im Jahr 2024 belief sich die Bilanzsumme auf rund 9,67 Millionen Euro bei einem Minus von rund 137.000 Euro. Worauf sind die negativen Ergebnisse zurückzuführen? Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt von der Energiekrise mit gestiegenen Kosten, im darauffolgenden Jahr waren wegen einer Zahlungsumstellung einmal höhere Aufwendungen für Schutzgebiete fällig geworden.
In neue Wasserleitungen und Rohrunterhalt investiert
Die Stadtwerke investierten in den Jahren 2022 bis 2024 in den Wasserleitungsbau in der Haller- und der Reichenhaller Straße, in den Rohrunterhalt in der Breslauer und der Schlesierstraße sowie in den Neubau eines Betriebs- und Verwaltungsgebäudes, das im Januar 2025 in Betrieb genommen werden konnte.
Der Wirtschaftsplan für das Jahr 2026 beinhaltet einen Erfolgsplan mit Erträgen und Aufwendungen in Höhe von jeweils rund 2,78 Millionen sowie einen Vermögensplan mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils 1,3 Millionen Euro. Um alle Investitionsvorhaben verwirklichen zu können, ist eine Fremdfinanzierung von rund 1,17 Millionen Euro notwendig. Zu den Vorhaben zählen heuer Investitionen in den Rohrnetzunterhalt sowie der Wasserleitungsbau in der Münchener Straße und im Birkenweg.
Stadtwerke versorgen Freilassing mit Wasser
Die Stadtwerke sind ein Eigenbetrieb der Stadt Freilassing, sie versorgen die Freilassinger Stadtbewohner und Betriebe sowie einen Teil der benachbarten Ainringer Ortsteile Perach und Bruch mit Wasser. Das Rohrnetz der Stadtwerke ist knapp 86 Kilometer lang. Gespeist wird es aus 7 Tiefbrunnen mit einem Speichervermögen von rund 4.000 Kubikmeter Fassungsvermögen im Hochbehälter. Außerdem betreiben die Stadtwerke ein Fernheizwerk mit einem 5,5 Kilometer langen Leitungsnetz.
Hier geht es zur Bekanntmachung der Jahresabschlüsse der Stadtwerke Freilassing.

