Im neu gewählten Freilassinger Stadtrat sind seit 1. Mai sieben neue Mitglieder vertreten. Bürgermeister Markus Hiebl verabschiedete in der Sitzung Ende April ihre Vorgänger. Er dankte den scheidenden Stadtratsmitgliedern dafür, dass sie sich „ehrenamtlich mit Fleiß und Engagement für die Belange der Stadt Freilassing eingesetzt haben“. Der Bürgermeister fuhr fort: „Sie haben Verantwortung übernommen und Entscheidungen getroffen.“
Nicht mehr bei der jüngsten Kommunalwahl angetreten waren beide Bürgermeisterstellvertreter. Zum einen war dies Josef Kapik, für von 2008 bis 2026 für die CSU im Stadtrat wirkte und in den zurückliegenden sechs Jahren das Amt des Zweiten Bürgermeisters innehatte. Dazu sagte Bürgermeister Hiebl bei der Verabschiedung: „Du hast die Stadt Freilassing repräsentiert und vertreten.“ Josef Kapik war nicht nur in allen Ausschüssen vertreten, sondern auch im Rechnungsprüfungsausschuss, bei der Erarbeitung für die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung, im Stadtentwicklungsbeirat, im Zweckverband der Volkshochschule Rupertiwinkel, in der Fluglärmkommission, im Sparkassenzweckverband, dem Kassenzweckverband des Wasserwirtschaftsamtes, dem Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung und in der Arbeitsgruppe zum Stadtmarketing.
Wolfgang Hartmann (Grüne/Bürgerliste) saß seit 2014 im Stadtrat von Freilassing, war Mitglied in allen Ausschüssen und in der Steuerungsgruppe Innenstadt, im Stadtentwicklungsbeirat, beim Zweckverband Volkshochschule Rupertiwinkel, im Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung sowie in den Arbeitsgruppen Stadtmarketing und zur Umgestaltung des Friedhofs. Seit 2020 war Wolfgang Hartmann Dritter Bürgermeister und Kulturreferent. Er war bei der Sitzung nicht persönlich anwesend, Bürgermeister Hiebl lobt ihn aber im Nachgang mit folgenden Worten: „Freilassing hat nicht zuletzt durch Dein überragendes Engagement, Deine Zielstrebigkeit und Deine Kompetenz an Bedeutung und Reputation in der Kunst- und Kulturszene in der Region erhalten.“ Als Dritter Bürgermeister sei ihm Hartmann mit Rat und Tat zur Seite gestanden und habe ihm die positiven wie die negativen Schwingungen im Rat und in der Gesellschaft vor Augen geführt.
Maximilian Standl sen. gehörte 42 Jahre lang für die CSU dem Freilassinger Stadtrat an. Bürgermeister Hiebl nannte ihn mit einem Augenzwinkern „graue Eminenz“, die für finanzielle Fragen und Grundstücksangelegenheiten immer „eine Bank“ gewesen sei. „Dem Max konnte man kein X für ein U vormachen. Vor allem die baulichen Angelegenheiten verfolgte Max mit Maß und Ziel und mit dem notwendigen Pragmatismus. Entscheidungen waren für ihn wichtig, nicht lange rumlamentieren“, so der Bürgermeister. Neben der Tätigkeit in allen Ausschüssen war Maximilian Standl sen. auch in der Steuerungsgruppe zur Innenstadtsanierung und im Stadtentwicklungsbeirat tätig.
Wilhelm Schneider saß von 2014 bis 2026 für die Grünen/Bürgerliste im Stadtrat. Seine erklärten Ziele waren es, das Oberzentrum Freilassing weiterzuentwickeln und Sozialgerechte Bodennutzung. Außerdem lagen ihm kulturelle Themen nahe. Er war Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss, dem Vereinsrat der Musikschule Freilassing e.V., im Verbandsrat der Volkshochschule Rupertiwinkel und in der Arbeitsgruppe für das Stadtmarketing und die Friedhofsumgestaltung.
Zwei Amtsperioden, nämlich von 2014 bis 2026, war Robert Judl für Pro Freilassing Mitglied im Stadtrat. Ihm lagen die Baukultur und die Entwicklung der Stadt am Herzen, würdigte Bürgermeister Hiebl bei der Verabschiedung das Engagement von Robert Judl. „Aber auch die Jugend und die Entwicklung einer musikalischen und unterhaltenden Szene hat er durch die Tätigkeiten bei Ramasuri in den Stadtrat einbringen können“, so der Bürgermeister. Robert Judl war Mitglied in diversen Ausschüssen, bei der Steuerungsgruppe Innenstadt, dem Zweckverband der Volkshochschule Rupertiwinkel, dem Stadtentwicklungsbeirat und in der Fluglärmkommission.
Christine Schwaiger (CSU) engagierte sich in ihrer Zeit als Mitglied des Stadtrats von 2020 bis 2026 vor allem mit ihrem breiten und kompetenten technischen Fachwissen in den Gremien. Im Fokus standen für sie bauliche Belange und das Vertragswesen. Bürgermeister Hiebl dazu: „Dabei hat sie ihre Anmerkungen mit viel Augenmaß und Verstand eingebracht.“ Christine Schwaiger engagierte sich zudem im Rechnungsprüfungsausschuss und im Zweckverband der Volkshochschule Rupertiwinkel.
Silke Hartmann war 2021 als Nachrückerin für die AfD in den Stadtrat gekommen. Bürgermeister Hiebl bezeichnete sie bei der Verabschiedung als „ruhig und besonnen“, dass die Diskussionen aufmerksam verfolgt habe und in ihren Wortmeldungen und konstruktiven Vorschlägen vor allem die Belange der „Schwächeren der Freilassinger Gesellschaft“ eingebracht hat. Silke Hartmann war Mitglied im Stadtentwicklungsbeirat und in der Arbeitsgruppe für das Stadtmarketing.
Als Schlusswort des Dankes für den Einsatz der ausscheidenden Stadtratsmitglieder für die Bürgerinnen, Bürger und für die Demokratie wählte Bürgermeister Hiebl folgendes Zitat des Philosophen Bertrand Russel: „Ein Demokrat braucht nicht zu glauben, dass eine Mehrheit immer eine weise Entscheidung treffen wird. Woran er glauben soll, ist die Notwendigkeit, dass der Mehrheitsbeschluss, ob klug oder unklug, angenommen werden muss, bis die Mehrheit einen anderen Beschluss fasst.“

