Gesundheitscampus gemeinsam entwickeln

08.01.2026
Foto: Biondo Gionbiero

Das Thema Gesundheitsversorgung ist seit Jahren eines der wichtigsten Themen der Stadt Freilassing. Denn: Getrieben von bundespolitischen Reformen, demographischen Herausforderungen in der Gesundheitsbranche und dem dazugehörigen Fachkräftemangel müssen auch im Landkreis Berchtesgadener Land notwendige Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Ein Baustein ist der Gesundheitscampus in Freilassing. Kürzlich haben sich Fraktionssprecher des Kreistags und des Stadtrats mit Landrat Bernhard Kern und Bürgermeister Markus Hiebl an einen Tisch gesetzt und über die Möglichkeiten an Nutzungen im Campus gesprochen und sich ausgetauscht.

Konstruktive und sachliche Diskussion

In der konstruktiven und sachlichen Diskussion wurden vor allem die Nutzungsziele im Campus konkretisiert. Fester Bestandteil im Campus wird weiterhin die Einrichtung der kbo-Inn-Salzach-Klinik des Bezirks Oberbayern für die psychiatrische Versorgung bleiben. Außerdem soll die ärztliche Versorgung mit dem bestehenden Fachärztezentrum und dem zukünftigen Gesundheitskompetenzzentrum mit ärztlichen und komplementären Angeboten weiterverfolgt werden.

Außerdem soll die Altenpflege sektorübergreifend betrachtet werden und ihren Platz im Areal einnehmen. Vom Betreuten Wohnen bis hin zur teilstationären Pflege für Seniorinnen und Senioren sollen Möglichkeiten ausgelotet werden.

Lebenshilfe mietet vorerst Räume im Krankenhaus

Das Technologie Transfer Zentrum (TTZ) der TH Rosenheim wird im Laufe des Jahres in den Räumen des ersten Geschosses seinen Platz finden. Die Lebenshilfe wird zunächst ebenfalls im ersten Stock ihren Betrieb aufnehmen. Die Anmietung kann für vorerst fünf Jahre einen sicheren Platz schaffen. Gleichzeitig lotet die Lebenshilfe einen neuen zentralen Standort an der Matulusstraße aus. Dieser soll dann für die Unterbringung von Wohngruppen, Gemeinschafts- und Verwaltungsräumen zur Verfügung stehen, damit den Menschen mit Unterstützungsbedarf bestmögliche Bedingungen geboten werden können.

Die vom Bezirk getragene Oberbayerische Heimstätte Gemeinnützige Siedlungsgesellschaft mbH hat sich angeboten, Mitarbeiterwohnungen im Bereich des ehemaligen Schwesternheims zu bauen. In welcher Form und Größe dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, ist ebenfalls Inhalt der weiteren Entwicklung für das gesamte Gebiet.

Pläne werden gemeinsam auf Verwaltungsebene weiterentwickelt

Die politischen Vertreter waren sich einig, dass die weiteren Planungsschritte zwischen den Betreibern, Investoren, dem Landkreis Berchtesgadener Land und der Stadt Freilassing auf Verwaltungsebene weiterentwickelt und ausgearbeitet werden. Die beauftragten Planer des Bauleitplanverfahrens werden dazu ihre Expertise einbringen und die Verortung der Nutzungen noch konkretisieren. Die letztendliche Entscheidung haben die politischen Gremien.

Der Gesundheitscampus nimmt also Gestalt an, so dass auch die Interessenten und Betreiber ein Stück Sicherheit für ihre Überlegungen bekommen und somit bedarfsorientierte Lösungen für Freilassing und den Landkreis erarbeiten können.

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