Wie jeder Privatmensch und jedes Unternehmen muss auch die Stadt Freilassing Einnahmen und Ausgaben planen. Das geschieht in einem Verwaltungs- und einem Vermögenshaushalt. Beides zusammengefasst wird Gesamthaushalt genannt. Außerdem gibt es einen Finanzplan für die Folgejahre und einen Stellenplan. Alles zusammen hat der Freilassinger Stadtrat mehrheitlich in seiner Sitzung im Februar genehmigt.
Hinter dem großen Zahlenwerk stehen Straßen, Schulen, Bau- und Gewerbegebiete, Feuerwehr, Kinderspielplätze, Freizeiteinrichtungen, Stadtbus und viele weiteren Aufgaben und Pflichten. Für das Jahr 2026 umfasst das Gesamtbudget in Freilassing rund 90,4 Millionen Euro. Jede Kommune ist dazu verpflichtet, die ihr anvertrauten Steuergelder sorgsam und wirtschaftlich einzusetzen. Der Stadtrat und die Finanzverwaltung der Stadt (Kämmerei) haben sich in mehreren Sitzungen eingehend mit dem diesjährigen Haushalt auseinandergesetzt und ausgearbeitet, für was und wie viel Geld ausgegeben werden soll.
Gewichtige Einnahmen und Ausgaben:
Die Stadt Freilassing rechnet heuer mit Rekordeinnahmen bei den Steuern. Dazu zählen allen voran die Gewerbesteuer, die dem wirtschaftlichen Erfolg der Freilassinger Unternehmen zu verdanken sind, die Grundsteuer, die Beteiligungen an der Einkommenssteuer und an der Umsatzsteuer.
Einen erheblichen Teil davon muss die Stadt Freilassing an den Landkreis abgeben, das sind heuer rund 14,6 Millionen Euro. Diese Abgabe nennt sich Kreisumlage, und auch sie ist mit einem Hebesatz von 53,7 % auf einem neuerlichen Rekordniveau angelangt. Die Kreisumlage beträgt knapp ein Viertel der Ausgaben des Verwaltungshaushalts.
Schlüsselzuweisung vom Freistaat sinkt
Eine dreiviertel Million Euro weniger erhält Freilassing im Jahr 2026 bei der Schlüsselzuweisung. Das ist Geld aus dem so genannten Kommunalen Finanzausgleich, das der Freistaat Bayern an seine Gemeinden, Städte und Landkreise überweist. Wie hoch die Schlüsselzuweisung ist, wird jedes Jahr neu ausgerechnet. Die Höhe richtet sich danach, wie finanzstark die jeweilige Kommune aufgestellt ist. Je mehr Einnahmen sie hat, umso geringer fällt die Schlüsselzuweisung aus. Berechnungsgrundlage ist der Haushalt von zwei Jahren vorher. Freilassing bekommt heuer rund 3,3 Millionen Euro an Schlüsselzuweisung.
Überschuss geht in den Vermögenshaushalt
Das, was im Verwaltungshaushalt als Überschuss erwirtschaftet wird, wird dem Vermögenshauhalt zugeführt. Über den Vermögenshaushalt werden Investitionen, Verkaufserlöse und Kredite abgewickelt. Heuer ist alleine mit rund 5,4 Millionen Euro Einnahmen aus Grundverkäufen zu rechnen. Aus Beiträgen, Entgelten und Zuwendungen von Bund, Land und Gemeinden erwirtschaftet die Stadt Freilassing voraussichtlich fast 20 Millionen Euro.
Werte schaffen und erhalten
Die Stadt investiert heuer rund 26,2 Millionen Euro in Bildung, Verkehr, Infrastruktur, Freizeiteinrichtungen und für die Sicherheit und schafft damit bleibende Werte. Konkrete Maßnahmen sind allen voran der Erweiterungsbau der Grundschule, der Teilneubau der Mittelschule und der Ausbau städtischer Straßen.
Schulden sinken in den nächsten Jahren
Am Ende des Jahres betragen die Kredite voraussichtlich 22 Millionen Euro. Durch die jährliche Tilgung sinken sie voraussichtlich in den nächsten drei Jahren wieder auf unter 20 Millionen Euro.
Hier gelangen Sie zur Zusammenfassung des Städtischen Haushalts 2026. Haushaltssatzung und der Haushaltsplan 2026 stehen zum Download bereit.

