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Stadt Freilassing
 

Partnerschaft für Demokratie Freilassing

Weitere Infos unter der Homepage des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de.

Interviews mit den Mitgliedern des Begleitausschusses

Interviews auf der Demokratiekonferenz 2018

Interview mit Ballettmeisterin Valeri Yrle und Tänzerin Megan Toal auf der Demokratiekonferenz am 3. Mai 2018.
Interview mit Samuel Habte aus Eritrea auf der Demokratiekonferenz am 3. Mai 2018.
Film über die Demokratiekonferenz am 3. Mai 2018 in der Lokwelt Freilassing.

In Freilassing setzen sich tagtäglich zahlreiche Initiativen und engagierte Bürgerinnen und Bürger für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander in der Stadt ein. Sei es in den Sportvereinen, den Kirchen, in verschiedenen Integrationsprojekten, den Brauchtumsvereinen oder im ganz persönlichen ehrenamtlichen Engagement in der eigenen Nachbarschaft.

Bei dieser wichtigen Arbeit erhält die Stadt Freilassing bzw. ihre Bürgerinnen und Bürger nun gemeinsam mit weiteren 260 Kommunen in Deutschland Unterstützung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Stadt Freilassing hatte sich nach einem Beschluss des Stadtrates erfolgreich mit einem Konzept für das Bundesprogramm beworben. Es ist in den nächsten zwei Jahren die verbindende Aufgabe der Kommunalpolitik, der Stadtverwaltung und den aktiven Bürgerinnen und Bürger eine gemeinsame Strategie zu entwickeln für eine starke „Partnerschaft der Demokratie“ in Freilassing.
Freilassing soll Heimat sein für alle Menschen, die hier im Rahmen des Grundgesetzes friedlich miteinander leben und ihre Heimat gemeinsam gestalten wollen.

Für die Stärkung des demokratischen Miteinander und zur Verhinderung radikaler Haltungen in weltanschaulichen und religiösen Fragen stehen den Aktiven für Projekte, die den Zielen des Grundgesetzes förderlich sind, insgesamt 24.000 Euro pro Jahr aus einem Initiativ- und Aktionsfonds zur Verfügung.

Die Vereine und Initiativen in Freilassing, aber auch einzelne Akteure, können Gelder für entsprechende Projekte beantragen, sei es ein Demokratiefest, Veranstaltungen zum Grundgesetz, entsprechendes Lehr- und Lernmaterial oder für einen Film zum Thema Demokratie und Toleranz oder welche tolle Idee auch immer Sie haben.

Über die einzelnen Projekte entscheidet ein Begleitausschuss der neben den Vertretern der kommunalen Verwaltung und dem Stadtrat mehrheitlich mit ehrenamtlich Aktiven aus Initiativen, Vereinen und Verbänden besetzt ist.

Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung der Projekte und der lokalen Steuerung der Umsetzung der „Partnerschaft für Demokratie Freilassing“ hat die Stadt Freilassing eine Fach- und Koordinierungsstelle beim lokalen Träger Startklar Soziale Arbeit eingerichtet.

Ganz besonders wichtig ist es in der „Partnerschaft der Demokratie Freilassing“, die jungen Menschen in Freilassing zu beteiligen. Dafür hat der Kreisjugendring als weitere Fach- und Koordinierungsstelle die Aufgabe übernommen ein Jugendforum einzurichten, in dem Jugendliche selbst organisiert unter eigener Leitung und mit Fördermitteln in Höhe von 6.000 Euro im Jahr Projekte beraten und beschließen können.

Das federführende Amt für die „Partnerschaft für Demokratie Freilassing“ ist das Hauptamt der Stadt Freilassing. Wer mehr erfahren möchte und vielleicht Interesse hat, für ein demokratisches Miteinander in Freilassing aktiv zu werden und dazu Projektideen hat, kann sich bei den beiden Koordinierungsstellen melden.

Kleinere Projekte bis zu einer Kostensumme von 500 Euro können ohne den Begleitausschuss über die Koordinierungsstellen auf den Weg gebracht werden.

Die Koordinierungsstelle von Startklar Soziale Arbeit ist zentral im sogenannten „Laden“ in der Hauptstr. 7 in Freilassing erreichbar oder unter der Telefonnummer 0171/8977563. Den „Laden“ können ehrenamtlich Aktive in Zukunft auch für Treffen oder Veranstaltungen nutzen. Die Koordinierungsstelle des Kreisjugendringes unter der Telefonnummer 0157/87891557 und per Mail an demokratie.leben@kjr-bgl.de erreichbar.

Laufende und abgeschlossene Projekte

  • Freilassing soll Heimat sein für alle Menschen, die hier friedlich miteinander leben und ihre Heimat gemeinsam gestalten wollen. Für dieses Interesse will das Projekt mit www.democracylab-freilassing.de eine Öffentlichkeit schaffen. Das Angebot im "DemocracyLab Freilassing" von "Q3 Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer" ist deshalb, selber mitreden, mit gestalten und Lösungsansätze zu suchen um in der Stadt Freilassing an politischen Prozessen zu partizipieren und lokale Entscheidungsträger zu informieren. Wichtig ist in dem Projekt, dass gleiche Rahmenbedingungen für Migranten, Menschen mit Fluchterfahrung und Einheimischen geschaffen werden. Ziel des Projektes ist es, zu einem besseren Grundverständnis des Demokratiebegriffs bei Jugendlichen beizutragen und eine Auseinandersetzungskultur mit lokalen Entscheidungsträgern aus der Politik zu fördern. Das Internet und vor allem YouTube ist geprägt von Jugendkultur. Q3 Quartier für Medien.Bildung.Abenteuer fordert daher die Freilassinger Jugend auf, sich mit ihren Statements via Videobotschaft zu äußern. Diese werden auf einer eigenen Website und youtube Channel veröffentlicht. Q3 möchte im kommenden Jahr unter DEIN HIRNSCHMALZ Videoprojekte im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durchführen.

  • "MUSIK BEGEGNUNG - Saz & Trompete" des Urbane Kultur e.V.: In einem Musik und Tanz Begegnungs Projekt wurden Kinder, Jugendlichen und junge Erwachsene zusammengebracht. Instrumente und Musiker aus verschiedenen Kulturen machten die Begegnung möglich:Blasmusik Verein Freilassing, die Freilassinger Saz-Spieler, afrikanische Trommler und die Hip Hop Tanzkinder. Es wurden bei den verschiedenen Begegnungen die Instrumente und ihre Lebensgeschichte der Musiker vorgestellt. Mit dem Projekt wurde eine Atmosphäre des Respekts, des Interesses und die Begeisterung für die Musikinstrumente geschaffen. Dadurch wird die Möglichkeit, der gemeinsamen kulturellen Teilhabe geschaffen. Das Projekt soll im Frühjahr 2018 fortgeführt werden. Ziel ist es, dass die Kinder und junge Erwachsenen Musikinstrumente kennenlernen und dabei eine interkulturelle Musikgruppe entsteht. Kulturen treffen sich, erfahren Anerkennung und haben Spaß miteinander.

  • In Freilassing gibt es rassistische Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung von Zuwanderern, Flüchtlingen und ethnischen Minderheiten, die im alltäglichen Handeln zum Ausdruck kommen: abwertende Sprache, Diskriminierung ganzer Gruppen etc. Abwehr, Ausgrenzung, Anfeindung und rassistische Gewalt können beobachtet werden. Eine breitere öffentliche Debatte zum Thema und Begriff des Rassismus fehlt. Das Projekt der Startklar Soziale arbeit gGmbH greift eine Projektidee verschiedener aktiver zivilgesellschaftlicher Gruppierungen vom Sommer auf. Das Plakat „Nein zu Rassismus" mit der Abbildung prominenter und weniger prominenter junger und älterer Bürger/innen aus Freilassing hat bewirkt, dass die Menschen angefangen haben, über „Rassismus" zu sprechen. Das Projekt "Nein zu Rassismus in Freilassing  - Wir sprechen darüber" vertieft die Wirkung durch Einzelinterviews und Gruppengespräche zum Thema Rassismus, Anerkennung ethnischer Minderheiten sowie das Lebensschicksal von Flüchtlingen mit Prominenten aus Wirtschaft u. Politik, Zuwanderern und Flüchtlingen, Männern und Frauen aus Freilassing.

  • Für Kinder gelten besondere Rechte, da sie andere Bedürfnisse haben als Erwachsene. Die Kinderrechte der UN Kinderrechtskonvention gelten für alle Kinder auf der Welt. Das Projekt " Kinderrechte im Bild-mehr als §6" von Jonathan Soziale Arbeit gGmbH erstellte mit den Kindern und Jugendlichen anhand der zum Thema gemalten Bilder einen Kalender zu den Kinderrechten und wie Kinder diese sehen und machten damit auf das Tema "Kinderrechte" in Freilassing und im Landkreis aufmerksam. Es sind in einem Wettbewerb Bilder von Kindern zum Thema " Kinderrechte" entstanden. Dieser Kalender mit 12 Bildern und 12 Kinderrechten auf der Rückseite soll einen Anstoß geben für die weitere Beschäftigung mit dem Thema Kinderrechte und Beteiligung in der Stadt.

    Hier finden Sie den Kalender.

  • Ein Projekt der Startklar Soziale Arbeit gGmbH widmete sich den Grundlagen des Grundgesetzes:
    In Freilassing leben junge Flüchtlinge und Zuwanderer, die hier eine Ausbildungsstelle gefunden haben und die nächsten Jahre auch hier verbringen werden. Diese jungen Menschen haben großteils noch nie vom Grundgesetz gehört. Dieser Zielgruppe wurde durch eine ausgebildete DAF/DAZ -Trainerin, Annegret Hinz, an vier Terminen erste Kenntnisse zu den Grundrechten vermittelt:
        - Was ist ein Grundrecht?
        - Welche Grundrechte gibt es bei uns?
        - Wie sehen Grundrechte in ihrem Land aus, beziehungsweise gibt es dort Grundrechte?

  • Der Verein Haus der Jugend e.V. führt ab November 2017 eine Weiterbildung per WhatsApp für Betreuerinnen der offenen Jugendarbeit durch. Enthalten sind Links zu Erklärvideos, Online-Spielen, Comics, Spielanleitungen und Hintergrundtexten. Die Themen rund um die demokratische Bildung und Antidiskriminierungsarbeit sind so aufbereitet, dass sie an die Lebenswirklichkeit von Kindern/Jugendlichen vor Ort anknüpfen. Das erworbene Wissen kann in Kinderstadt / Aktivtagen sowohl sensibilisierend bei Spielangeboten / Entscheidungsfindung als auch zur Lösungsfindung bei Unstimmigkeiten/Konflikten der Kinder eingebracht werden. Teilnehmende erhalten ein Abschlusszertifikat.

  • Die Fußballabteilung des TSV Freilassing veranstaltete Mitte November 2017 eine Vorrundenabschlussfeier. Die Spieler, die aus den verschiedensten Herkunftsländern stammen, übernahmen hierfür gemeinsam die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Die Veranstaltung drückt die Dankbarkeit aus und ist ein soziales Miteinander und eine Anerkennung für die ehrenamtlich Tätigen und die Spieler.