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Stadt Freilassing
 

Rettung der Erwachsenenbildung

Eine Shoppingtour, eine Busreise, ein Besuch in einem Restaurant, eine Demonstration mit tausenden anderen Menschen sind schon jetzt oder in Kürze möglich. Das Lernen Erwachsener hingegen – in kleinen Gruppen, unter Einhaltung geregelter Infektionsschutzmaßnahmen – in Integrationskursen, im Sprachenbereich, in der präventiven Gesundheitsbildung, in der politischen, kulturellen und künstlerischen Bildung hat weiterhin keine Perspektive. 

Nicht nachvollziehbar ist diese Situation für die knapp 200 Volkshochschulen in Bayern, ihre 30.000 freiberuflichen Dozentinnen und Dozenten und insbesondere ihre zwei Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Obwohl Erwachsenenbildung in Bayern Verfassungsrang hat (Artikel 139 der Bayerischen Verfassung) und in Artikel 1 des Bayerischen Gesetzes zur Förderung der Erwachsenenbildung als gleichberechtigter und eigenständiger Hauptbereich des Bildungswesens definiert ist, erfährt sie in der Öffnungsdebatte und in einer der größten gesellschaftlichen Krisen seit dem 2. Weltkrieg keine angemessene Berücksichtigung.

Wir Volkshochschulen fordern: Perspektiven eröffnen!

Wir benötigen dringend eine zeitliche Perspektive zur Wiederaufnahme des Kursbetriebs. Entsprechende Hygiene- und Raumkonzepte sind bereits erarbeitet. Wichtig dabei: Es geht uns nicht um (vor-)schnelle Öffnungen. Maßgabe für diese Perspektive muss auch aus unserer Sicht immer ein sinnvoller Infektionsschutz sein. Uns stört aber insbesondere, dass die Erwachsenenbildung im Vergleich zu anderen gesellschaftlichen Bereichen nicht berücksichtigt wird. Bildung ist kein Luxus, sondern ein öffentliches Gut und bitter notwendig – für gesellschaftliche Teilhabe aller und als beste Prävention vor dem wachsenden Einfluss von Verschwörungstheorien und Fake News.

Kursleitungen unterstützen!

Die Einnahmen von rund 30.000 freiberuflich tätigen Kursleiterinnen und Kursleitern sind durch den Lockdown von heute auf morgen weggebrochen. Etwa 10.000 dieser Personen bestreiten ihren Lebensunterhalt hauptsächlich über den Kursunterricht an Bildungseinrichtungen. Aufgrund fehlender Betriebsausgaben kommt für diese Personengruppe die Corona-Soforthilfe des Freistaats nicht infrage. Auch der Verweis auf den erleichterten Zugang zur Grundsicherung greift zu kurz. Wir fordern die Staatsregierung auf, nach dem Vorbild anderer Bundesländer einen Unterstützungsfonds für die freiberuflichen Kursleitungen zu initiieren.

Rettungsschirm für die Erwachsenenbildung auflegen!

Hauptfinanzquelle der Volkshochschulen sind in Bayern die Gebühren der Teilnehmerinnen und Teilnehmer (durchschnittlich 40%; hinzu kommen 29% kommunale Zuschüsse, 6% Landeszuschüsse, 25% sonstige Einnahmen). Bis Ende Juli rechnen die Volkshochschulen bayernweit mit einem Finanzloch von 23,5 Millionen Euro. Aufgrund erwartbarer Einschränkungen bei einem wieder aufgenommenen Kursbetrieb ab Herbst (kleinere Gruppen, Hygienemaßnahmen, Rückgang von Buchungen, Weiterentwicklung des digitalen Kursangebots) ist bis Ende 2021 mit einer Finanzierungslücke von mehr als 74 Millionen Euro zu rechnen. Die Folgen: Entlassungen und Insolvenzen insbesondere bei den privatrechtlich organisierten Volkshochschulen. Eine über 100-jährige flächendeckende Struktur der Erwachsenenbildung droht zu verschwinden. Die Investition in Volkshochschulen ist eine Investition in die Zukunft. Daher bedarf es einer gemeinsamen finanziellen Anstrengung von kommunaler Seite und auf Landesebene, um das bestehende, gut funktionierende System der Volkshochschulen in Bayern zu retten!

Wir Volkshochschulen bieten:

Offenheit für alle, Orientierung in der Krise,  ein flächendeckendes Netzwerk an kommunalen Weiterbildungszentren, dringend benötigte Bildungsleistungen zur Ermöglichung der gesellschaftlichen Teilhabe aller sowie eine flexible und leistungsfähige Struktur, um Erwachsene in ihrer digitalen Qualifizierung zu unterstützen.

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