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Stadt Freilassing
 

Hochwasserschutz Freilassing

Einweihung der Hochwasserschutz-Anlage Freilassing am 24. Oktober

Das Hochwasser der Saalach im Juni 2013 verursachte in Freilassing Hochwasserschäden von fast 100 Millionen Euro. 

Seit dem Hochwasser wurde mit Hochdruck am Hochwasserschutz Freilassing gearbeitet. Innerhalb von nur 6 Jahren ist es gelungen die Planung, rechtliche Genehmigung, Grunderwerb und Neubau der Hochwasserschutzanlage abzuschließen. Dabei waren die zu beachtenden Randbedingungen herausfordernd:

  • Keine Verschlechterung der Wasserstände für Unterlieger.
  • Verbesserung der Geschiebetransporte.
  • Keine nachteiligen Veränderungen der Grundwassersituation.
  • Vergleichbarer Schutzgrad auf bayerischer und österreichischer Seite.
  • Abstimmung mit Republik Österreich.
  • Abstimmung mit dem Wasserkraftbetreiber – der Salzburg AG.

 Es erfolgte der Neubau eines bis zu 4 Meter hohen und 1400 Meter langen Deiches:

  • 12 Meter tiefe Untergrundabdichtung.
  • Sielbauwerk, Düker und ökologischer Ausbau am Mühlbach.
  • Überströmbarer Uferbegleitdeich mit einer Länge von 700 Meter zur Optimierung der Hochwasserretention
  • 45000 Kubikmeter Kies.
  • 11500 Quadratmeter Erdbetonwand.
  • 500 Tonnen Stahl.

 Gesamtkosten dieser Hochwasserschutz-Maßnahme belaufen sich auf rund 6,9 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern trägt 5,0 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen Euro für den Hochwasserschutz und 3,1 Millionen Euro für zusätzliche Hochwasserretention und ökologische Maßnahmen. Die Stadt Freilassing beteiligt sich an den Kosten mit 1,9 Millionen Euro. 

Einweihung der Anlage am 24. Oktober

Bürgermeister Josef Flatscher freute sich über die Fertigstellung dieser Hochwasserschutzmaßnahme: „Der Deich dient Schutz der Bürgerinnen und Bürger und gibt mehr Lebensqualität und Sicherheit. Und er verhindert eine solche Katastrophe in Zukunft.“ Er dankte allen beteiligten Akteuren, die an der Verwirklichung dieser Maßnahme beteiligt waren und insbesondere der damaligen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz, Ulrike Scharf. 

Regierungspräsidentin Maria Els sprach von gut angelegtem Geld bei dem Dammbau und überbrachte die Grüße des federführenden bayerischen Umweltministeriums. Sie lobte das schnelle und konsequente Vorgehen aller Beteiligten – von der Politik, den Behörden und den Grundeigentümern. 

Der Behördenleiter des Wasserwirtschaftsamts Traunstein, Walter Raith, betonte die gute Zusammenarbeit aller Akteure bei dieser Maßnahme. 

Landratsstellvertreter Rudolf Schaupp fand, dass die Hochwasserschutzanlage auch aus ökologischer Sicht gut gelungen sei. Hier wurden neue Lebensräume für die Natur geschaffen.


Vor dem Damm entstand entlang des Mühlbachs eine naturnahe Fläche, die zum Spazierengehen und Verweilen einlädt.



Enthüllten den Stein mit der Tafel zum Projekt Hochwasserschutz: Wasserwirtschaftsamt-Leiter Walter Raith, Regierungspräsidentin Maria Els, Bürgermeister Josef Flatscher, Landtagsabgeordnete Gisela Sengl, 2. Bürgermeister Gottfried Schacherbauer und Landrats Stellvertreter Rudolf Schaupp.







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