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Stadt Freilassing
 

Gaming: Computerspiele – nutzen mit Verstand

Von Stephan Wrobel

Computerspiele nutzen nennt man „Gaming“. Davon sind Menschen überall auf der Erde fasziniert, ungeachtet des Alters oder ihrer Nationalität. Computerspiele können helfen, sich Herausforderungen zu stellen und sie dann zu meistern. Vielen Spielern macht es einfach Spaß, ihre Reaktionszeit und Aufmerksamkeit zu testen. Wenn man dadurch lernt, Gedanken, Gefühle und Impulse zu kontrollieren, wird die nützliche Seite der Spiele deutlich. Ebenso wenn Mediziner Computerspiele für die Psyche und Motorik von Patienten therapeutisch nutzen und Chirurgen damit operative Eingriffe üben.

„Die Gamer von heute sind die IT-Kräfte von morgen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei der Eröffnung der Computerspielemesse „Gamescom“ in Köln. Den innovativen digitalen Lernspielen wird große Bedeutung für die Entwicklung und Zukunft junger Menschen zugeschrieben. „Gute Computerspiele motivieren und können für Technik begeistern“, schreibt das Bundesforschungsministerium und bietet kostenlos „Serena Supergreen“ zum Download im Internet an. Das ist ein spannendes Computerspiel für Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Das Spiel führt spielerisch an technische Berufe heran. So lernen Jugendliche, kniffelige Aufgaben zu meistern. Dazu gibt es umfassendes Unterrichtsmaterial und Informationen zur Berufsorientierung, und es eignet sich für die außerschulische Bildung.

Die Liste der Computerspielarten (Genres) ist lang: Es gibt Denk- und Lernspiele, Abenteuerspiele, Actionspiele, Rollenspiele, Strategiespiele, Simultationen und mehr. Man kann sie allein oder mit mehreren zusammen oder in einer großen vernetzten Gruppe im Internet spielen. Mit Gaming ist eine soziale Komponente verbunden. Computerspiele oder Gaming zu nutzen kostet aber meistens auch, wie andere Freizeitbeschäftigungen, unsere Zeit – und oft auch Geld, unter Umständen viel, sehr viel Geld!

Aus der Sicht der Hersteller von Computerspielen, die daran Geld verdienen, ist Gaming ein fester Bestandteil der Jugendkultur, und sie sind der Ansicht, dass nur wenige junge Menschen, die digital spielen, dabei ein „ungesundes Nutzungsverhalten“ entwickeln würden, sagt der Branchenverband Game. Die Branche weiß natürlich, wie man professionell durch vermeintlich kostenlose Spiele Menschen fasziniert, ihre Aufmerksamkeit fesselt, und ihnen dann – so sagen Beobachter – mehr und mehr Geld aus der Tasche zieht. Die Hersteller installieren dafür „Lootboxen“, sogenannte Überraschungskisten mit virtuellen Inhalten, die Spieler als Belohnung für erreichte Spielziele oder gegen Bezahlung erhalten.

Fakt ist, dass es eine Computerspielsucht gibt. Bei der Studie „Geld für Games“ wurden tausend 12- bis 17-Jährige, also Kinder und Jugendliche, zu ihrem Spielverhalten befragt. Laut der Studie liegen fast eine halbe Million Jugendliche in Deutschland zwischen „bedenklichem Computerspielverhalten“ und Spielsucht. Was ist damit gemeint?

Man versteht darunter die Kontrolle über das eigene Computerspielen zu verlieren: Mit Gaming Zeit und Geld einfach zu verzocken. Durch das Spielen entstehen Fehlzeiten in der Schule oder am Arbeitsplatz sowie emotionale Probleme. Fachleute beschreiben die bedenkliche bis kranke Abhängigkeit vom Gaming so: 

„Dazu zählen Interessensverlust an früheren Hobbys, ständiges Denken ans Spielen, Entzugserscheinungen, Lügen über das Ausmaß des Spielverhaltens, Kontrollverlust bezüglich der Spieldauer und Gefährdung des eigenen Werdegangs.“ 

Hier geht es auf einmal nicht mehr um eine lustige oder nützliche Freizeitbeschäftigung an einem Bildschirm, sondern um riskantes bis krankhaftes Spielverhalten in der virtuellen Welt, egal wo – ob zu Hause oder woanders. Und das betrifft Menschen jeden Alters und überall auf der Welt. 

Kann gewöhnheitsmäßiges Gaming wirklich krank machen? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Computerspielsucht 2018 offiziell als Krankheitsbild („Gaming Disorder“) anerkannt. Vordem lautete die Diagnose allgemein „Störung der Impulskontrolle“. Die neue Klassifizierung biete den Vorteil einer besseren Behandlung der diagnostizierten Erkrankung und habe Einfluss auf die Kostenübernahme durch Krankenversicherungen und Rententräger, sagen Experten. Sie erhoffen sich dadurch auch eine Zunahme an Therapieplätzen und Beratungsstellen zur Prävention.

Wie kann man Abhängigkeit und Sucht vom Gaming vermeiden? Würden Warnhinweise für Spielzeiten und Ausgaben etwas nützen? Das könnte vielleicht funktionieren, denken einige. Doch wie auch sonst im Leben: Man muss die Kontrolle über sein Verhalten, seine Zeit und Ausgaben selbst übernehmen und behalten. Was die Mehrzahl der Spielenden bei Computerspielen auch tut!

Stellst du fest, dass du vom Gaming nicht mehr loskommst und nur noch Probleme dadurch hast, dann wende dich an eine Beratungsstelle oder einen Arzt. 

Computerspiele faszinieren und können für die berufliche Zukunft junger Menschen nützlich und wegweisend sein.

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